Fechten mit zwei Händen

Leitung: Michael Müller-Hewer

 

Zwischen Geschichte und Bühne

Dieser Workshop richtet sich an Theaterschaffende, Schauspieler:innen und historische Fechter:innen.

Seit dem 17. Jahrhundert wird meist mit einer Hand gefochten. Schon 1610 erklärte Capo Ferro, ein Schwert genüge zur Verteidigung. Der Mensch verfügt jedoch über zwei Hände – und nutzte sie ursprünglich auch im Kampf. Erst das französische Fechten mit Florett und Hofdegen führte zur Aufgabe der sogenannten „freien Hand“.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchten Georges Dubois und Albert Lacaze, das Fechten mit zwei Waffen – Rapier und Dolch – wiederzubeleben und als vierte Wettkampfwaffe einzuführen. Ihr Vorschlag blieb jedoch ohne Unterstützung.

Heute hat das Zweihandfechten im szenischen Fechten seinen festen Platz. Es bereichert Film, Theater und Shows durch seine Dynamik und Vielfalt. Neben beidhändig geführten Waffen wie der lange Stock oder das Langschwert kann auch der Degen mit Dolch, Schild, Mantel oder freier Hand kombiniert werden. Der Workshop zeigt verschiedene Möglichkeiten solcher Kombinationen – zur Gestaltung eindrucksvoller Choreografien oder für lebendige Sparrings.

Ein Teil der Waffen wird zu Verfügung gestellt. Wenn Sie einen Degen oder ein Florett besitzen, können Sie diese gerne zum Wochenende mitbringen. Für den Workshop sind Turnschuhe, Trainingsanzug und T-Shirt erforderlich. Lederhandschuhe werden empfohlen